Schlafstörungen bei Kindern

Wissenswertes

Kinder können die gleichen Schlafstörungen haben wie Erwachsene, jedoch sind unruhige Nächte mit Kindern nicht gleich ein Anzeichen für eine behandlungsbedürftige Schlafstörung. Der Schlaf der Kinder ist individuell so verschieden wie der von Erwachsenen. Schon bei den Kleinen gibt es Tendenzen zum Eulen- und zum Lerchentum, und es gibt Kurzschläfer und Langschläfer. Insofern sollten Sie als Eltern nicht erwarten, dass Ihr Kind eine bestimmte Schlafnorm erfüllt.

Wann zum Kinderarzt

Wichtig ist, ob das Kind unter Schlafproblemen leidet, nicht ob die Eltern leiden. Im ersten Fall sollte man das Problem immer zunächst dem Kinderarzt schildern, der auch herausfinden kann, ob eine körperliche Störung dahinter steckt. Wenn das Kind tagsüber oft sehr müde ist, sollte man der wahrscheinlich nächtlichen Ursache möglichst fühzeitig nachgehen.

Albträume und Schlafwandler

Kinder haben häufig Albträume und schrecken nachts oft hoch. Dies kann zur normalen Entwicklung gehören und ist nicht grundsätzlich bedenklich. Wenn die Albträume aber auf ein traumatisches Erlebnis zurückgehen könnte, sollten die Eltern sie ernst nehmen und Hilfe bei einem Kinderpsychotherapeuten suchen. Wegen der Reifungsprozesse sind auch Schlafwandler bei den Kleinen viel häufiger zu finden als bei Erwachsenen. Auch dieses verliert sich später wieder. Man sollte allerdings die Schlafumgebung so weit absichern, dass dabei keine Unfälle passieren können.

Damit Kinder gut schlafen

Kinder, die möglichst früh durchschlafen, sind natürlich am bequemsten für die Eltern. Die meisten Kinder wachen aber nachts häufig auf, schlafen schwer wieder ein und suchen dann oft die Nähe der Eltern. Auch dies ist nicht besorgniserregend, kann aber durch eine stringente Schlafhygiene eingedämmt werden. Kinder brauchen einen sehr geregelten Tagesablauf, mit regelmäßigen Schlafzeiten und Aufstehzeiten, brauchen abends Ruhe und keinen Fernseher, brauchen eine Gute-Nacht-Geschichte oder ein Gute-Nacht-Lied. Sie sollten lernen, allein einzuschlafen, damit sie es auch nachts können, nachdem sie aufgewacht sind.