| Schlafstörungen im Alter |
| Pro. Dr. Jürgen Zulley |
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Im Alter nehmen die Gesundheitsprobleme zu, leider auch viele Schlafstörungen. Das gilt vor allen Dingen für die Schlafapnoe und das Syndrom der unruhigen Beine. Manche Schlafstörungen entstehen aber auch sekundär, als Folge anderer Erkrankungen. Wer Schmerzen hat, kann nicht gut schlafen, weshalb eine konsequente Schmerzbehandlung dann sehr wichtig ist. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Diabetes können durch die Hormonenwirkung, durch Schmerzen oder Harndrang dazu führen, dass man häufiger aus dem Schlaf erwacht. Auch Depressionen sind im Alter häufiger, die sehr oft mit Schlafstörungen einhergehen. Ältere Menschen müssen nachts häufiger zur Toilette, vor allem Männer, denen die gutartig vergrößerte Prostata auf die Harnblase drückt. Wer auf diese Weise zu häufig aus dem Schlaf gerissen wird, entwickelt in der Folge leicht eine echte Durchschlafstörung. Weitere Quellen für Schlafstörungen bei älteren Menschen sind Medikamente. Zahlreiche Arzneimittel wirken sich auf den Schlaf aus, vor allem auch Beruhigungs- und Schlafmittel. Gerade im Alter tritt mitunter das Phänomen der paradoxen Reaktion auf: Dabei wirken die Mittel genau umgekehrt, wie sie eigentlich sollen und machen unruhig. Wer das feststellt, sollte sofort den Arzt konsultieren. |

